BLOG_3 #arbeitsorganisationundleben

06.05.2016 – vom Schreibtisch in Berlin.

#theplanningofthings oder #rewritingplans

Täglich schreibe ich To-do-Liste und Pläne, die mal mehr oder weniger genau entwerfen was ich wann tue. Wann ich „arbeite“ und wann ich Pause mache. Ein ständiges Schreiben, Streichen, Umschreiben, Neuschreiben, Abhaken, Umordnen und aber auch eines: Frustriert werden. FRUSTRATION. Denn egal wie sehr ich mich bemühe, wie viele Spiegelstriche der Liste ich abarbeite, wie genau ich mich an den Tagesplan halte, wie sehr ich mich bemühe alle to-dos abzuarbeiten, der Moment, an dem die Liste leer ist, das leere Blatt vor mir liegt, der Plan endet (und das eigentliche Leben mit dem Spaß und der Freiheit beginnt) kommt einfach nicht. Denn Tag für Tag entwickeln sich neue Situationen, Ideen und Vorhaben die den nächsten Plan, die nächste Liste, den nächsten Eintrag in meinem Kalender bedeuten. Tja, was kann ich nun tun gegen die ständige Frustration, das Gefühl es „niemals bis ans Ende des Plans“ zu schaffen, tun? Das Problem dabei, ja das paradoxe Dilemma ist: Ein Plan fürs Leben zu entwerfen funktioniert nicht und to-do-listen sind per se dazu da immer wieder aufs Neue zu beginnen. Von meinen Listen zu erwarten, dass sie irgendwann enden scheint an sich problematisch. Und dieses Ende, würde es nicht bedeuten: Ende Gelände, vorbei mit dem ständigen Wachstum, dem Ideenreichtum, den Zeiträumen für Dinge, die mich wirklich begeistern, Projekte, in denen ich mich verwirklichen kann, mich weiterbilden, wachsen? Oder wäre ein Ende der Liste die Zeit der Planlosigkeit, des tollen, freien, intuitiven, intensiven, unbeschwerten Lebens?

Da ich in der aktuellen Lebenssituation (jung und energiegeladen) noch nicht absehen kann, ob die leere Liste eines Tages wirklich das Ziel ist, nehme ich mir erst einmal folgendes vor: Planlosigkeit einplanen! Mein Versuch: Ich schreibe Planlosigkeit in meinen Terminkalender hinein – ob die beigefügte to-do-Liste bis dahin abgearbeitet ist oder nicht – sobald der Zeitraum der Planlosigkeit erreicht ist, wird „abgebrochen“. Da steht dann zum Beispiel in meinem Terminkalender: Freitag, 17. Juni ab 16 Uhr – was Schönes machen. Wie lange, wo und mit wem, dass werde ich dann sehen, dass – plane ich jetzt noch nicht.

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